Kriminalität:
Wegen der hohen Kriminalität ist besonders in der Hauptstadt Kingston, aber auch in städtischen Bezirken der Touristenzentren Montego Bay, Negril und Ocho Rios erhöhte Vorsicht geboten. Es kommt nicht selten zu Diebstählen bzw. bewaffneten Überfällen. In solchen Fällen wird dringend davon abgeraten, Widerstand zu leisten, da die Bereitschaft, Waffen einzusetzen, hoch ist.. In den letzten Jahren gab es vereinzelte Überfälle auf Busse bei Überlandfahrten. Auch von Entführungen mit Lösegeldforderungen wird berichtet. Deutsche sind bisher hiervon allerdings nicht betroffen gewesen.
Daneben sind Raub mit Körperverletzung im Zusammenhang mit Marihuana- (Ganja-) konsum und –handel an der Tagesordnung. Häufig sind junge Touristen betroffen. Es wurden Fälle bekannt, in denen Drogenhändler und Polizisten naiven Touristen gemeinsam Fallen stellten. Vor der Einnahme irgendwelcher Drogencocktails, die vor allem in den Touristenzentren angeboten werden, wird dringend gewarnt. Nach Einbruch der Dunkelheit sollte man sich möglichst nicht allein, vor allem nicht zu Fuß außerhalb der Hotelkomplexe bewegen.
Unachtsamkeit und Leichtsinn ziehen Diebe an. Daher sollte man keine Wertgegenstände im Hotelzimmer, Mietwagen oder am Strand unbeaufsichtigt liegen lassen, nur kleinere Geldbeträge mit sich führen und lieber Kreditkarten verwenden, die in Jamaika problemlos akzeptiert werden. Flugscheine, Reisedokumente, Reiseschecks etc. sollten im Hotelschließfach deponiert oder nicht erkennbar unter der Kleidung getragen werden. Wichtige Dokumente (Pass, Internationaler Führerschein, Adressenlisten) sollten in Kopie und getrennt von den Originalen mitgeführt werden.
Besondere, strafrechtliche Vorschriften:
Jamaika ist kein Drogenparadies. Handel und Besitz von Drogen werden hart bestraft (zunächst Untersuchungshaft bis zur Verhandlung, Urteil lautet meist auf Geldstrafe und/oder Gefängnis und danach Abschiebung).
Geschlechtsverkehr unter Gleichgeschlechtlichen Partnern ist in Jamaika strafbar. Die tatsächliche Strafverfolgung ist sehr uneinheitlich. Ein großer Teil der Bevölkerung ist Gleichgeschlechtlichen gegenüber feindlich eingestellt.
quelle: Auswärtiges Amt
www.reggae-insel.de meint:
Grundsätzlich lässt sich Jamaika auch als Individualreisender gut bereisen. Allerdings sollten Sie die Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes sehr ernst nehmen. Insbesondere das zur Schau stellen von Wertgegenständen (Schmuck, Uhren, Geld) ist sehr gefährlich. Meiden Sie Nachts einsame und unbeleuchtete Straßen- und Strandabschnitte. In den Großstädten Kingston und Montego Bay sollten Sie die Viertel mit niedrigen Wohlstandes ebenfalls nicht betreten. Nacktbaden an nicht dafür ausgewiesenen Stränden wird ungerne gesehen.
