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Ölpest im Golf von Mexiko bedroht auch Jamaika`s Küsten.
"Sollte das Leck am Meeresgrund nicht innerhalb kürzester Zeit geschlossen werden, sind auch die Küsten Kuba`s und Jamaika`s bedroht". So ein Sprecher der Umweltschutz Organisation Greenpeace. Unterdessen ist es nicht gelungen im Rahmen der Operation "Top Kill" das sprudelnde Bohrloch zu schliessen. Erste Teerklumpen wurden an den Touristenstränden Floridas an Land gespült. "Wir bereiten uns auf das Allerschlimmste vor." Das Öl wird wohl noch bis August in den Golf strömen - als gigantische Giftwolke, die sich von 1600 Metern Tiefe aus immer weiter ausbreitet und maritimes Leben gefährdet. "Dies ist wahrscheinlich die größte Umweltkatastrophe, mit der wir in diesem Land je konfrontiert waren", warnt Barack Obamas Umweltbeauftragte Carol Browner. Dann sollen im Mai begonnene Entlastungsbohrungen den Öldruck verringern, so dass ein erneutes Verschliessen des Bohrloches versucht werden kann.
Unterdessen droht neue Gefahr. Am 1. Juni hat die Hurrikan Saison begonnen. Es durfte eine zerstörerische sein. Mindestens 14 schwere Stürme, so glaubt die US-Wetter- und Ozeanografiebehörde NOAA, werden zwischen dem 1. Juni und dem 30. November den Golf und den Atlantik heimsuchen - darunter drei bis sieben mit Windstärken von mehr als 180 Stundenkilometern. Es steht also eine sehr aktive Saison bevor und die Wahrscheinlichkeit daß das schwer Hurrikan gefährdete Gebiet der Unfallstelle der Deepwater Horizon von einem Wirbelsturm aufgesucht wird, gilt als nahezu 100%. Was geschieht, wenn einer dieser Hurrikane über und durch den Ölteppich im Golf rast und meterhohe Flutwellen auf die Küsten zutreibt, weiß niemand. "Dies wird Südlouisiana zerstören", befürchtet Billy Nungesser, der Präsident der Gemeinde Plaquemines südlich von New Orleans.
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